Keine Einigung mit Alexander Frei – Slomka-Nachfolge bei Hannover 96 weiter offen

Wunschkandidat Alexander Frei bleibt beim FC Basel (Photo by AFP/SID/ALAIN GROSCLAUDE)

Hannover – Bei der Suche nach einem Nachfolger für seinen beurlaubten Trainer Mirko Slomka hat Fußball-Zweitligist Hannover 96 eine Absage kassiert. Wunschkandidat Alexander Frei wird, wie die Niedersachsen am Freitag mitteilten, seinen Vertrag in der Schweiz beim FC Basel erfüllen und nicht zu den Norddeutschen wechseln.

Bei der Suche nach einem Nachfolger für seinen beurlaubten Trainer Mirko Slomka hat Fußball-Zweitligist Hannover 96 eine Absage kassiert. Wunschkandidat Alexander Frei wird, wie die Niedersachsen am Freitag mitteilten, seinen Vertrag in der Schweiz beim FC Basel erfüllen und nicht zu den Norddeutschen wechseln. Das vermeldete Hannover 96 auf seiner Website. „Hannover 96 bedankt sich für die guten Gespräche mit Alexander Frei“, teilte der Klub mit.

Frei war zu Gesprächen in Hannover und galt als Wunschlösung

Zuvor hatte Sportdirektor Jan Schlaudraff die Gerüchte über eine bevorstehende Einigung mit Trainerkandidat Alexander Frei weder bestätigt noch dementiert. „Von Anfang an war unser Plan, den neuen Trainer nach dem Spiel in Heidenheim zu präsentieren – daran werden wir festhalten“, hatte der 36-Jährige am Donnerstag gesagt.

Mehrere Medien hatten nach der Entlassung von Mirko Slomka zuletzt von einer bevorstehenden Einigung mit Frei berichtet. Der frühere Profi von Borussia Dortmund und aktuelle U18-Coach des FC Basel soll laut „Basler Zeitung“ bereits zu Gesprächen in Hannover gewesen sein. Schlaudraff sagte nur, dass 96 die anstehende Länderspielpause nutzen wolle. Der „Sportbuzzer“ hatte am Mittwoch gemeldet: „Eine Bestätigung des Vereins steht noch aus, so lange gilt Frei nur als Wunschlösung – aber unseren Informationen zufolge wird er Nachfolger von Mirko Slomka.“

Kind fordert „Mut“ bei Trainersuche

„Mut“ spielt für Martin Kind bei der Trainersuche eine zentrale Rolle. „Ich denke, wir sollten den Mut haben, eine zukunftsorientierte Entscheidung zu treffen, also einen hungrigen, frischen Trainer mit Perspektiven zu engagieren“, sagte der 75 Jahre alte Geschäftsführer den klubeigenen Medien. Auch bei erstklassigen Trainern gelte es, diese rechtzeitig zu entdecken, sagte Kind, der dabei auch an das Beispiel Julian Nagelsmann denkt. Der heutige Trainer von RB Leipzig war bei der TSG Hoffenheim im Februar 2016 bereits mit 28 Jahren zum Cheftrainer aufgestiegen.

Der Bundesliga-Absteiger hatte sich am Sonntag vergangener Woche von Slomka getrennt. Der Traditionsklub hat noch kein Heimspiel gewonnen und nimmt in der Tabelle nur den 13. Platz ein. Beim 96-Auswärtsspiel am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) beim 1. FC Heidenheim betreuen die bisherigen Co-Trainer Asif Saric und Lars Barlemann gemeinsam das Team. Kind berichtete, dass er Slomka einen Brief geschrieben habe. Die Trennung sah er als unausweichlich an.

Zum Weiterlesen:

Nachfolger von Mirko Slomka: Markus Anfang sagt ab, Bruno Labbadia gilt als unwahrscheinlich – Schmidt als Interimstrainer?

Die Führungsverspieler

 

2 Kommentare

  1. Warum 96 die Absage von Frei so (offiziell) kommuniziert? Weil man sonst keine Ausrede hätte, weit über die Länderspielpause hinaus keinen neuen Trainer zu präsentieren, da man höchstwahrscheinlich keinen anderen (guten) Kandidat hätte. Nun dadurch hat man aber auch riskiert, überhaupt einen passenden wünschenswerten Trainer zu finden, denn jedem wird gleichzeitig vermittelt, eine B-Lösung zu sein.  Außerdem gibt der Verein so zu, eine schlechte Adresse zu sein, die man lieber vermeiden sollte, da der Wünsch Kandidat, der ohnehin ein Neuling ohne Erfahrung war, lieber als Amateur-Jugend-Trainer in Schweiz arbeitet als bei Hannover 96 in der 2.Bundesliga. Soweit sind wir schon gekommen.

    Es wird vermutlich alles viel länger dauern und wenn wir plötzlich mit Glück in Heidenheim siegen würden, dann könnte sich jeder ausdenken, was dann passieren würde.

     

    Ach Du unser rotes Herz; Kopf hoch!kiss

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