Erst Korkut, jetzt Michael Frontzeck: Ex-96-Trainer zurück im Bundesligageschäft – dank Martin Bader

Bader von Frontzeck überzeugt

Ex-96-Trainer Michael Frontzeck: Ein mäßiger Trainer, der sich aber auf den Rückhalt in seinem verschworenen Team verlassen konnte.

Wie der „kicker“ berichtet, wird der ehemalige 96-Trainer Michael Frontzeck wieder ein Traineramt bei einem Traditionsverein ausüben.

Martin Bader, der als neuer Sportvorstand beim 1. FC Kaiserslautern anfängt, hat Michael Frontzeck als Vertretung für den erkrankten Jeff Strasser engagiert. Bader und Sportdirektor Notzon hatten laut „kicker“ den Kandidatenkreis auf drei Trainer eingegrenzt. Frontzeck war dabei der Favorit. Er wird nun die Vertretung für den erkrankten Strasser ausüben.

Jeff Strasser war beim Auswärtsspiel in Darmstadt am vergangenen Mittwoch mit Herzbeschwerden ins Krankenhaus eingeliefert worden. Eine ärztliche Untersuchung ergab, dass Strasser nun bis zu sechs Wochen pausieren muss. Die Herzbeschwerden waren die Folgen einer verschleppten Grippe. „Auch wenn mein Ausfall glücklicherweise nicht lang andauern wird, so ist jeder Tag Abwesenheit zu lang. Der FCK muss deshalb die Interessen des Vereins wahren und eine zeitnahe Lösung für die Trainerposition finden. Gerne werde ich mich mit dem neuen Trainer austauschen, wenn dieser das wünscht. Wichtig wird sein, dass alle, auf dem Spielfeld und daneben, in den nächsten Wochen und Monaten alles geben, damit der FCK die Klasse hält“, sagte Strasser gegenüber dem „kicker“.

Bei Hannover 96 war Frontzecks Engagement zunächst von Erfolg gekrönt, als er von Tayfun Korkut das verunsicherte Hannover-Team nach einer Sieglos-Serie von 13 Spielen übernahm. Am letzten Spieltag führte er Hannvoer 96 erfolgreich mit einem Sieg gegen den SC Freiburg (2:1) zum Klassenerhalt. Die Planung der Saison danach geriet jedoch zum Chaos, weil Martin Kind den Sportdirektor Dirk Dufner zwar öffentlich demontiert hatte, ihm jedoch trotzdem die Planung für den Bundesligakader überließ. Dufner verkaufte den Top-Stürmer Joselu für acht Millionen nach England zu Stoke City, holte aber keinen ädaquaten Ersatz. Michael Frontzeck forderte irritierenderweise aber auch keine prominenten Neuverpflichtungen vom Präsidium ein und ging mit einem kaum konkurrenzfähigen Kader in die neue Saison. Bis auf einen überzeugenden 4:0-Sieg gegen Ingolstadt gelang Hannover 96 unter Frontzeck kein gutes Spiel mehr.

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Und dennoch: Frontzeck wurde von den Profis bis zu seiner Entlassung im Dezember 2015 als Mensch und Trainer geschätzt – im Gegensatz zu Thomas Schaaf, der mit 10 Niederlagen aus 11 Spielen den Abstieg von Hannover 96 aus der Bundesliga besiegelte.  Der ehemalige Nationalspieler Frontzeck war nicht nur für Hannover 96, sondern auch für Alemannia Aachen (2006-2007), Arminia Bielefeld (2008-2009), Borussia Mönchengladbach (2009-2011) und den FC St. Pauli (2012-2013) als Trainer tätig.

Einsame Entscheidungen: Den Retter-Bonus hatte der Michael Frontzeck durch seine Sturheit verbraucht. Foto: Dietmar Draber

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