Doll mit Hoffnung – Dardai sarkastisch: „Nicht, dass die Spieler denken, jetzt kann ich chillen“

Doll gegen Dardai: Zwei Trainer auf Abruf

Er hat die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben: Thomas Doll. Foto: Getty Images

Hannover – Trainer Thomas Doll vom Bundesliga-Schlusslicht Hannover 96 hat die Hoffnung auf den Klassenerhalt immer noch nicht aufgegeben.

„Vielleicht entwickelt sich ja noch etwas, wenn man mal einen Sieg einfährt“, sagte der Coach vor dem Gastspiel des Tabellenletzten am Ostersonntag (18.00 Uhr/Sky) bei Hertha BSC.

Beide Mannschaften stecken seit Wochen in einem Formtief. Die Berliner kassierten zuletzt fünf Niederlagen hintereinander, bei den Niedersachsen gingen sogar die vergangenen acht Spiele verloren. Doll hofft auf eine konsequentere Chancenverwertung seiner Schützlinge, „in diesem Fall hätten wir vielleicht im Abstiegskampf noch eine kleine Chance“.

Aktuell sind die Norddeutschen mit nur 14 Punkten sieben Zähler von Relegationsrang 16 entfernt. Der Abstand auf den rettenden 15. Tabellenplatz beträgt bereits 13 Punkte.

Trainer Pal Dardai von Hertha BSC fordert trotz seines Abschiedes zum Saisonende von seiner Mannschaft gegen Hannover 96 vollen Einsatz. „Nicht, dass die Spieler jetzt denken, Pal ist schon mit einem Bein weg, jetzt kann ich chillen“, sagte der Ungar.

Dardai hat den bevorstehenden Abschied nach viereinhalb Jahren als Trainer akzeptiert. Nachkarten wollte der 43-Jährige nicht mehr. „Ich habe schon hundertmal gesagt, Pal Dardai ist ein Vollprofi, er ist in der Fußballkabine aufgewachsen“, meinte Herthas Rekordspieler, „ich bin nicht beleidigt, bin nicht wütend.“

Manager Michael Preetz suchte angesichts der besonderen Situation das Gespräch mit der Mannschaft. „Natürlich habe ich den Spielern gesagt, dass wir uns in den nächsten fünf Spielen anders präsentieren müssen, als in den letzten fünf Partien“, sagte Preetz. Nach fünf Niederlagen in Folge war es zum Bruch mit Dardai gekommen.

Über Dardais Nachfolger wollte Preetz nicht spekulieren. „So viel kann ich sagen, es sollte jemand sein, der die DNA des Vereins versteht“, meinte Preetz. Die Reihe der Kandidaten reicht in den Berliner Medien von Jürgen Klinsmann über Domenico Tedesco und Bruno Labbadia bis hin zu Niko Kovac.

 

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