Braunschweiger Fans verletzen eigenen Spieler durch Pyro

Julias Biada (Foto von 2015, damals noch Spieler bei Fortuna Köln), wurde durch Pyrotechnik leicht verletzt. Foto: Getty

Beim Abschlusstraining von Eintracht Braunschweig herrscht Chaos: Wie mehrere Medien, darunter die Sportwebsite goal.com, berichten, haben Anhänger von Eintracht Braunschweig einen ihrer eigenen Spieler leicht verletzt.

Das Abschlusstraining war als Geheimtraining gedacht. 200 vermummte Anhänger der Eintracht besuchten dennoch das Training und zündeten Raketen und Pyrotechnik, um die Stimmung vor dem Niedersachsenderby weiter anzuheizen.

Eine Rakete schlug dabei, vermutlich unfreiwillig, neben Braunschweigs Mittelfeldspieler Julius Biada ein. Er brach daraufhin das Training nach 30 Minuten ab.

In einer Pressemitteilung des Vereins heißt es: „Biada fühlte sich im Verlauf der Einheit beeinträchtigt. Aktuell geht es ihm besser.“ Und weiter: „Die Vorkommnisse sind nicht zu tolerieren und werden in den nächsten Tagen intern aufgearbeitet.“

Zurzeit ist es unklar, ob Julias Biada dennoch morgen gegen Hannover 96 auflaufen wird.

Horst Heldt und André Breitenreiter von Hannover 96 appellierten an die Fans, trotz aller sportlichen Rivalität sich friedlich und respektvoll zu verhalten – gerade auch im Licht der Vorfälle beim Champions League Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem AS Monaco.

Morgen gelten verschärfte Sicherheitsbestimmungen in Hannover. Die Fans beider Lager werden durch unterschiedliche Stadtteile zum Stadion gelangen. Große Taschen und Rucksäcke sind in der Arena nicht erlaubt – die Polizei und der Verein machen ausdrücklich darauf aufmerksam, dass die Taschen auch nicht im Stadion abgegeben werden können. Auch werden nur 42.700 statt 49.000 Tickets verkauft, weil große Pufferblöcke rund um den Gästeblock angelegt werden – viele Plätze auf der Südtribüne in der hannoverschen HDI-Arena werden deshalb leer bleiben.

Wir von 96Freunde möchten uns klar positionieren: Rivalität und Respekt schließen sich nicht aus. Wir empfehlen dazu nochmal den Text zweier Sportwissenschaftler der Deutschen Sporthochschule Köln: „Rivalität ist ein nicht unwesentlicher Bestandteil der Fanidentität.“ 

 

 

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