Blitzstart sorgt für Jubelstürme: Die 96-Analyse

Auf dem Platz gab es bei Hannover 96 diese Saison viel zu jubeln. Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images.

Nach dem direkten Wiederaufstieg von Hannover 96 ging es für den niedersächsischen Club vor allem ums schnelle Etablieren im Fußball-Oberhaus. Diese Mission wurde von Aufstiegs-Coach Breitenreiter und seiner Mannschaft mit Bravour gemeistert! Kickfieber.de schaut sich den Saisonverlauf und die Entwicklung von 96 genauer an.

Blitzstart sorgt für Jubelstürme

Ein echter Sahnestart verhalf den Landeshauptstädtern sich schnell von der unteren Tabellenhälfte abzusetzen. Mit einem fulminanten 4:2 Heimsieg gegen Borussia Dortmund stand man mit 5 Siegen und gerade mal 2 Niederlagen nach 10 Spielen auf einem für viele überraschenden 4. Tabellenplatz und war zwischenzeitlich sogar mal 2. hinter dem BVB! Da hat sich der ein oder andere sicher mal gezwickt, ob das nicht alles doch ein zu schöner Traum war. 

Denn als der Bundesliga-Alltag dann auch in Hannover angekommen war, rutschte man bis zum Ende der Hinrunde noch auf den 11. Platz ab. Doch 23 Punkte und viele gute Leistungen aus den Spielen der Hinrunde gaben Anlass zur Freude am Weihnachtsfest (zumindest sportlich, denn Themen wie Stimmungsboykott und 50+1-Streit lassen wir mal außen vor). Lediglich das Ausscheiden aus dem DFB-Pokal gegen den Nachbarn Wolfsburg sorgte für einen leicht negativen Beigeschmack.

Schwache Konkurrenz macht Mission Klassenerhalt recht einfach

Nach der Winterpause zeigte sich 96 für einen Aufsteiger weiterhin ordentlich, spielte sich bis zum 23. Spieltag auf den 7. Tabellenplatz hoch (2 Siege, 3 Unentschieden und 1 Niederlage). Die 6 Teams darüber waren schon mehr als 5 Punkte entfernt. Aber das war ja auch nicht wichtig – außer für ein paar Wunschträumer vielleicht –  war das Saisonziel doch der Klassenerhalt und der schien mit 32 Zählern auf dem Punktekonte und 9 Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz bereits zum Greifen nah.

In den folgenden Wochen konnte die starke Form jedoch nicht gehalten werden, eine Serie von 5 jeweils knappen Niederlagen trübte nicht nur die Stimmung, sondern befeuerte auch die Sorgen mit Blick auf die Tabelle. Plötzlich waren es nur noch 6 Punkte Puffer und einige Mittelfeld-Clubs hatten Hannover auch überholt. Das Abstiegsgespenst lugte aus Wolfsburg auch nochmal in Hannover vorbei. Es war klar, dass eine Trendwende geschafft werden musste.

Würdiger Abschied für Salif Sané

Daraufhin folgte ein eminent wichtiger Sieg im Nord-Duell gegen Bremen und ein nicht zu unterschätzendes Unentschieden gegen Korkuts starke Stuttgarter, die plötzlich nochmal Europaleague-Luft schnupperten. Es waren zwar weiterhin nur 6 Punkte Vorsprung, aber die Konkurrenz auf den Plätzen dahinter (Wolfsburg, Freiburg, Mainz) schien zu schwach um 96 nochmal ernsthaft in den Abstiegsstrudel zu ziehen. Und so kam es dann auch: Im letzten Heimspiel der Saison konnte man den verdienten Klassenerhalt nach einem 3:1 Sieg gegen die Hertha aus Berlin feiern. Es gab einen würdigen Abschied für Salif Sané – tausende Fans sangen seinen Namen (hier zum Youtube-Video). Großen Anteil am Klassenerhalt hatte Hannovers Heimstärke wie schon in der vorangegangenen Zweitliga-Saison. Nächstes Jahr dürfen es dann doch gerne mehr als 2 mickrige Auswärtssiege sein (beide übrigens vor dem 10. Spieltag).  

Saison-Fazit für Hannover 96

Hannover meistert damit die Bundesliga-Rückkehr mit teils starken, über weite Strecken jedoch auch durchwachsenen Leistungen. 39 Punkte und minus 10 Tordifferenz haben nicht immer zum Klassenerhalt gereicht, aber dieses Jahr profitierte man von teils sehr schwacher Bundesliga-Konkurrenz. Im Hinblick auf die kommende Saison sollte das Warnung genug sein, denn wie schon so oft gesehen ist das zweite Jahr nach einem Bundesliga-Aufstieg deutlich schwerer. Ohne den überraschend starken Auftakt mit Siegen gegen Schalke und Dortmund hätte es auch dieses Jahr schon deutlich enger werden können.

Doch wenn die Verantwortlichen weiterhin gute Arbeit leisten und die langfristige Entwicklung und Etablierung von 96 vorantreiben, spricht nichts gegen weitere erfolgreiche Jahre in Deutschlands Elite-Liga. Dabei muss man die Abgänge von den Leistungsträgern Sané, Harnik und Klaus kompensieren und die Mannschaft gezielt auf einigen Positionen verstärken. Bitter dürfte auch das Aufblühen von Marius Wolf bei Eintracht Frankfurt verfolgt worden sein, der in dieser Spielzeit als Leihspieler der Eintracht zu einer guten Saison und dem Pokalsieg verhalf und 96 zum Spottpreis von 500.000€ verlässt. Wir dürfen gespannt sein, wie Hannover 96 sich aufstellt um im nächsten Jahr möglichst schnell die nötigen Punkte zu sammeln.

Diese Saison-Analyse wurde von unserem Partner Kickfieber.de verfasst. Das junge Fußball-Portal ist in rasantem Aufstieg und will aufstrebenden Bloggern die Möglichkeit geben sich auszudrücken und den Lesern hochqualitative und interessante Artikel präsentieren. 96Freunde und Kickfieber wollen in Zukunft eng zusammenarbeiten und den Fans und Lesern die Créme-de-la-créme der Fußballnews liefern.

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