96: Von der Spitze weg

Blüht unter dem neuen Trainer regelrecht auf: Edgar Prib. Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images.

Hannover – Hannoverliebt, das ist die neue Kolumne hier bei 96Freunde.de. Ihr kennt runnertobi von meinsportradio.de? Hier lernt ihr ihn ganz neu kennen. Genießt nun auch sein geschriebenes Wort. Natürlich weltexklusiv.

Blüht unter dem neuen Trainer regelrecht auf: Edgar Prib. Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images.

Wechsel zur richtigen Zeit?

Wie viele Spiele gibt man einem neuen Trainer eigentlich Zeit um ihn zu bewerten, wenn zwischen seinem Amtsantritt und dem Saisonende nur noch neun Spiele stattfinden? André Breitenreiter ist jetzt seit zwei Pflichtspielen Trainer von Hannover 96 und hat damit die „Lame Duck“ Daniel Stendel ersetzt. Man kann unzufrieden damit sein, dass Stendel gehen musste, man kann auf der anderen Seite unzufrieden sein, dass er überhaupt so lange bleiben durfte – nicht Wenige haben sein Aus bei Hannover bereits nach der 2:0 Pleite in Karlsruhe kommen sehen. Womit man aber nicht unzufrieden sein kann ist die Konstellation, die Breitenreiter zum Beginn in Hannover vorfand.

Zwei Heimspiele zum Start

Erst die Länderspielpause und damit eine Woche mehr Zeit die Mannschaft kennenzulernen. Auch wenn ein paar Spieler bei ihren Nationalmannschaften unterwegs waren, hatte der neue Coach doch genug Möglichkeiten sich ein Bild zu machen. Und als Bonus gab es noch zwei Heimspiele in Folge oben drauf. Mit Union Berlin kam vor knapp einer Woche direkt das zu dem Zeitpunkt heißeste Eisen der 2. Liga nach Hannover und der Rahmen konnte mit ausverkauftem Haus und bestem Wetter nicht besser sein. Die Belohnung war ein konzentrierter und engagierter Auftritt und ein verdienter 2:0 Sieg. Wenige Tage später im Heimspiel gegen Nürnberg sah das – gegen einen deutlich harmloseren Gegner – schon nicht mehr ganz so überzeugend aus. Aber das Ergebnis stimmte.

Erstes Fazit

Wie kann man diese ersten knapp drei Wochen unter André Breitenreiter nun bewerten? Es waren gar nicht so viele Veränderungen, die Breitenreiter an der Aufstellung vorgenommen hat. Im Vergleich zum Spiel gegen St. Pauli haben Prib und Albornoz die Positionen getauscht; eine gute Maßnahme. Prib blüht im linken Mittelfeld fast schon auf und Albornoz profitiert davon, dass vor ihm jemand spielt, der weiß wie schnell man die ärmste Sau des Tages als Außenverteidiger sein kann.

Auch Miiko Albornoz zeigt sich deutlich formverbessert. Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images.

Florian Hübner spielte bereits einige Spiele unter Stendel mit Sané in der Innenverteidigung; sah dabei aber nicht immer ganz sicher aus. Jetzt – mit ein paar Spielen Routine – profitiert er sehr von der deutlich defensiveren Spielweise und es besteht die Hoffnung, dass sich bei Hannover so etwas wie eine Stammviererkette entwickelt. Und dann ist da noch Niclas Füllkrug – vielleicht DER Gewinner des Trainerwechsels. Unter Stendel maximal Edeljoker, trifft er gegen Union und bereitet gegen Nürnberg den Siegtreffer vor. Fülle nimmt langsam fahrt auf. Die 14 Tore aus der letzten Saison wird er vermutlich nicht mehr schießen, aber es besteht Hoffnung, dass der Stempel mit „Fehleinkauf“ am Ende der Saison dann doch nicht auf seinem Spielerpass landet.

Erst Würzburg – dann Derby

Bisher hat André Breitenreiter also viele gute Entscheidungen getroffen. Aber nachdem die Roten unter der Woche innerhalb von gut 24 Stunden vom Jäger zum Gejagten wurden, änderten sich auch die Vorzeichen. Plötzlich gilt es Erfolg zu erhalten. Nicht übermütig zu werden. Den Gegner ernst zu nehmen. Auch bei der schlechtesten Mannschaft der Rückrunde drei Punkte einzufahren. Am Freitag muss die Mannschaft mit dem neuen Trainer zeigen, dass sie auch diese Dinge kann. Ein Sieg in Würzburg bedeutet ein entspanntes Wochenende und Ruhe bei der Vorbereitung auf das Derby. Es wäre den Fans, der Mannschaft und dem neuen Trainer zu wünschen.

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